Es ist immer noch hell, wie unser Trio zu dem Waisenhaus gelangt, einem abgetakelten Hotel in einer wenig belebten und wenig freundlichen Strasse.
Hopp geht zielstrebig auf den Haupteingang zu ...
... und betritt die kleine Eingangshalle, wo ein glatzk?pfiger, mittelalter Mann hinter der Rezeption sitzt und die Ank?mmlinge neugierig, freundlich betrachtet.
Hopp geht zu dem Mann und sagt artig: "Guten Abend, wo sind die Kinder?"
Rezeptionist, freundlich: "Du bist aber ein hübsches M?dchen."
Hopp versucht es noch mal: "Bitte, wo sind die Kinder?"
Rezeptionist, mit g?nnerhaftem Mitleid: "Bist du allein? M?chtest du bei uns wohnen?"
Hopp widerspricht: "Ich bin nicht allein. Ich habe doch meine Engel."
Rezeptionist, mit gespieltem Entzücken: "Ach ja, deine possierlichen Haustierchen. Das sind aber auch wirklich Engel."
Hopp: "Und wo ..."
Rezeptionist heuchelt Interesse: "Und wie heissen sie denn?"
Hopp zeigt auf Pferdchen: "Das ist Pferdchen ..."
Rezeptionist klatscht entzückt in die H?nde: "Oh ja, natürlich Pferdchen."
Hopp zeigt auf Giftstrauss: "Und das ist Giftstrauss."
Rezeptionist, betroffen: "Aber, aber so darfst du ihn doch nicht nennen. Das ist doch ein ganz lieber, braver, hübscher Vogel."
Hopp: "Ich m?chte gern wissen ..."
Rezeptionist, sich nachdenklich das Kinn haltend: "Ja, aber hier sind Haustiere leider verboten. Vielleicht k?nnten wir sie in den Zoo ..."
Hopp, geduldig: "Wo sind die Kinder?"
Rezeptionist, bedauernd: "Oh, du m?chtest bestimmt spielen, aber das geht jetzt nicht. Es gibt Abendessen."
Der Rezeptionist geht vor: "Komm, ich bringe dich zu den andern. Du hast bestimmt Hunger."
Der Rezeptionist wirft einen kritischen Blick zurück auf die Kampforganismen und sagt, halb zu sich selbst: "?hm, die Tiere k?nnen vielleicht hier bleiben. Die K?chin kann ihnen Reste bringen."
Hopp denkt: 'Aber sie wissen doch, wie die Kinder aussehen.'
Hopp, leichthin: "Aber sie wollen die Kinder auch sehen."
Rezeptionist, unglücklich: "Na ja, na gut, das kl?ren wir sp?ter."
Wie sie den Speisesaal betreten, stehen darin mehrere Dutzend Kinder, ausgerichtet auf ein riesiges Hart-Bild an der Stirnseite des Raumes, welches diesen Text enth?lt: "Kommandant Hart, Retter, Beschützer, Ern?hrer, Freund der Starken."
Die Kinder sprechen im Chor: "Wir danken dir, Kommandant Hart, dass du uns zu essen gibst und uns vor b?sen Monstern beschützt."
Die Kinder setzen sich und drehen sich zu ihren Tischen. Dabei bemerken einige die Ank?mmlinge. Pferdchen und Giftstrauss sorgen für Seitenblicke und ein Getuschel breitet sich im Raum aus.
Eine weibliche Aufsichtsperson haut mit einem Stock auf einen Tisch, dass es knallt wie ein Schuss, und ruft: "Ruhe beim Essen!"
?ngstlich ziehen die Kinder die K?pfe ein und fangen brav an zu essen.
Bis auf einen Jungen und ein jüngeres M?dchen in der N?he der Aufsichtsperson, die nur reglos auf ihre Teller starren.
Energisch marschiert die Aufsichtsperson zu den beiden ...
... und fragt streng: "Warum esst ihr nicht?"
Tr?nen zurück haltend, antwortet das M?dchen: "Ich will zu Mama."
Die Aufsichtsperson ist etwas überrascht, ...
... bemüht sich dann um Freundlichkeit: "Aber deine Mama ist jetzt im Himmel und schaut auf dich herab. Du machst sie sehr traurig, wenn du nichts isst."
M?dchen, trotzig, mit Tr?nenflor: "Meine Mama ist nicht im Himmel!"
Die Aufsichtsfrau ?rgert sich über den trotzigen Tonfall, ...
... versucht jedoch Verst?ndnis zu zeigen und sagt seufzend: "Ja ja, am Anfang ist es schwer."
Erst jetzt nimmt die Aufsichtsperson von den Neuank?mmlingen Notiz ...
... und marschiert erleichtert, dass sie sich nicht mehr um die widerspenstigen Kinder kümmern muss, zügig auf sie zu mit den strengen Worten: "Was soll das? Tiere haben hier nichts zu suchen!"
Wie zuf?llig bewegt Giftstrauss seinen Kopf an Hopps Ohr vorbei und flüstert: "Die beiden sind es."
Wie die Aufsichtsfrau bei den Neuank?mmlingen anlangt, trippelt Hopp mit den Kampforganismen los, ohne die Frau zu beachten.
Irritiert über diese Missachtung ihrer Autorit?t, steht die Aufsichtsfrau neben dem schmerzlich l?chelnden Rezeptionisten und schaut dem auf die beiden Kinder zueilenden Trio nach.
Kaum ist das Trio bei den Kindern, fragt Hopp fr?hlich: "Wollt ihr auf meinen Engeln reiten?"
Die beiden, von dem Wegbleiben der Mutter und der abrupten Einweisung ins Kinderheim geschockten Kinder schauen die fr?hliche Hopp an, als w?re sie ein Wesen aus einer fremden Welt.
Hopp l?sst sich davon nicht irritieren, ergreift die Hand des M?dchens ...
... und zieht es vom Stuhl hoch.
Einladend h?lt Pferdchen seinen Rücken hin ...
... und das M?dchen besteigt ihn wie in Trance.
Der Junge beobachtet seine Schwester, sieht wie Giftstrauss sich vor ihm hin kauert, ...
... l?sst sich nicht mehr lange bitten und kraxelt beh?nde auf den Strauss.
Fr?hlich zieht Hopp seine "Engel" an den Leinen in Richtung Ausgang ...
... an der verblüfft-entrüstet blickenden Aufsichtsfrau und dem schmerzlich l?chelnden Rezeptionisten vorbei.
Wie die fünf den Raum verlassen, st?sst die Aufsichtsfrau emp?rt hervor: "Also, das ist doch ...!"
Der Rezeptionist bes?nftigt sie mit einer Geste und sagt: "Ein bisschen Ablenkung tut ihnen vielleicht gut."
Die Frau schaut den Rezeptionisten Stirn runzelnd an mit einem "Hm ..."
Widerwillig gibt die Frau nach: "Also gut, lassen wir sie ausnahmsweise gew?hren ..."
Frau, streng: "Aber danach herrscht wieder strengste Disziplin, sonst ..."
Verblüfft h?lt sie inne, wie eine schneidende Stimme durch die offene Tür ruft: "Geht sofort weg von den Genmonstern, sonst müssen wir euch auch erschiessen!"
Im Empfangsraum stehen zwei Guards, die ihre Gewehre auf unser Quintett angelegt haben, welches kaum drei Meter vor ihnen steht.
Bevor die Guards reagieren k?nnen, rennt Pferdchen mit dem M?dchen nach vorn, zwischen die Guards ...
... und haut ihnen die Beine so kr?ftig weg, dass ihre K?rper in der Luft eine hundertachtzig Grad-Drehung vollführen, ...
... sodass ihre K?pfe auf den Boden krachen ...
... und sie benommen liegen bleiben.
Als h?tten sie es abgesprochen, springt Giftstrauss in einem Satz nach vorn ...
... und landet mit seinen Füssen je auf einem Kopf der Guards, sodass diese zerquetscht werden.
Pferdchen ist schon dabei, eine Treppe hoch zu rennen, ...
... wie Giftstrauss und Hopp ihm folgen.
Gel?hmt vor Entsetzen, starren der Rezeptionist und die Aufsichtsfrau auf die Leichen der Guards.
Auf dem Dach des Waisenhauses angekommen, sagt Pferdchen zur Verblüffung des M?dchens: "Vorsicht." ...
... und schleicht sich an den Dachrand, um zum Eingang des Hauses zu sp?hen, wo zwei Guard-Fahrzeuge mit einem halben Dutzend schussbereiter Guards warten. Giftstrauss, aus dem Off: "Und was sagt das übersicht?"
Pferdchen: "Sechs Guards auf dem Strasse. Voraussicht?"
Giftstrauss: "Wenn wir auf das n?chste Haus springen, sehen sie uns und es gibt ein l?stiges Verfolgung."
Der Junge staunt, wie sein Strauss spricht.
Pferdchen: "Soll ich sie ausl?schen?"
Giftstrauss: "Das Krieger hat immer gesagt: Je weniger Chromos 2 Krieger, desto besser."
Pferdchen zieht vorsichtig seine Rückenbombe zwischen den Beinen des M?dchens hervor und wiederholt: "Je weniger Guards, desto besser."
Vor den Augen des verblüfften M?dchens wirft Pferdchen seinen "Rücken" hinab auf die Guards ...
... und zieht sich schnell mit dem M?dchen ein paar Schritte von der Dachkante zurück.
Eine gewaltige Detonation schleudert Feuer, Rauch und Trümmer bis übers Dach hinauf.
Die Kinder, auch Hopp, sind kreidebleich vor Schreck.
Giftstrauss streckt seinen Kopf vorsichtig über die Dachkante und meint anerkennend: "Gutes Arbeit."
Pferdchen zeigt auf Giftstrauss und sagt: "Steig auf Giftstrauss, Hopp! Wir müssen weg."
Noch ganz benommen, kraxelt Hopp auf Giftstrauss, der sich hin gekauert hat. Pferdchen ruft: "Haltet euch fest!"
Die Kampforganismen holen Anlauf, um über den Abgrund auf das n?chste Haus zu springen. Hopp klammert sich an den Jungen, der sich an Giftstrauss' Hals festh?lt. Das M?dchen hat seine Arme um den zarten Hals von Pferdchen gelegt, das mit seinen H?nden zur Sicherheit die Arme des M?dchens festh?lt.
Mit einem gewaltigen Satz überfliegen die Kampforganismen die Strassenschlucht, ...
... um auf dem Dach des benachbarten Hauses zu landen.
Lautlos schleichen sie sich übers Dach ...
... und springen weiter auf das n?chste Haus. Ihre enorme Kraft verwandelt den Sprung fast in einen Flug durch den Abendhimmel, was dem Augenblick einen Hauch von Poesie verleiht.
Hopp, sich an den Jungen klammernd, denkt zufrieden: 'Meine Engel k?nnen fliegen.'
Eingeschüchtert von dem eben Erlebten, sich mit zugekniffenen Augen an Giftstrauss klammernd, fragt der Junge zaghaft: "Wohin bringt ihr uns?"
Hopp: "Zu Mama."
M?dchen, mit Tr?nen: "Aber Mama ist doch im Himmel."
Hopp: "Ja, wir gehen in den Himmel zu Mama."
M?dchen, zweifelnd: "Das geht doch gar nicht."
Hopp: "Wir haben eine Tür. Wenn du durch diese Tür gehst, bist du im Himmel."
Das M?dchen staunt und vergisst zu weinen.
Der Junge denkt gestresst: 'Hinter dieser Tür sind bestimmt Monster, die uns auffressen. Dann sind wir tot und kommen in den Himmel.'
Etwas sp?ter stehen sie in der Galerie vor dem Wegdoppler. Die Kinder sind dabei abzusteigen.
Kaum berühren die Füsse des Jungen den Boden, rennt er weg ...
... und ist verschwunden.
Die Kampforganismen schauen sich mit Fragezeichengesichtern an. M?dchen zu Hopp: "Gehen wir jetzt zu Mama?"
Schweigend nimmt Hopp die Hand des M?dchens, ...
... um es auf den Wegdoppler zu führen.
Die M?dchen verschwinden. Pferdchen flüstert zu Giftstrauss: "H?rst du auch, wo es sich versteckt?"
Giftstrauss flüstert zurück: "Ja."
Giftstrauss flüstert: "Warum tut es das?"
Pferdchen flüstert: "Es traut uns nicht."
Giftstrauss flüstert: "Sollen wir es holen und nach Mars-Genville schaffen?"
Pferdchen flüstert zweifelnd: "Ich weiss nicht, wie diese kleine Natürlichen funktionieren."
Giftstrauss flüstert: "Wenn es sein Mama sieht ..."
Auf dem Wegdoppler erscheinen die beiden M?dchen mit Mama.
Die verweinte, halb über ihre wieder gefundene Tochter erfreute, halb um ihren Sohn besorgte Mutter ruft: "Wo ist mein Junge?"
Seine Tr?nen mühsam zurück haltend, rennt der Junge aus seinem Versteck, ...
... schlingt seine Arme um die Mutter und vergr?bt sein Gesicht in ihrer Kleidung. Die Mutter weint vor Glück, h?lt die Hand ihrer Tochter und streichelt dem Jungen übers Haar.
Hopp steht auf dem Wegdoppler und kommandiert ungeduldig: "Kommt jetzt zurück in den Himmel! Sonst kommen wieder diese b?sen M?nner."
Mutter, zweifelnd: "Ich weiss nicht ..."
Mutter, unsicher: "Die Kinder m?chten bestimmt zurück in unser Haus und zu ihren Kameraden."
M?dchen, etwas quengelnd: "Ja, ich will nach Hause, Mama."
Der Junge schweigt.
Mutter, gequ?lt: "Aber euer Papa ist doch auch im Himmel. Die Guards haben ihn geholt und ... Jetzt haben wir kein Geld mehr. Wir werden das Haus verlieren und ich weiss nicht, wovon wir leben sollen."
M?dchen, aggressiv: "Du kannst doch auf den Strich gehen."
Die Mutter ist schockiert: "Was sagst du da?"
Das M?dchen weiss nicht, wovon es spricht, trotzig: "Meine Freundin sagt, ihre Mutter geht auf den Strich und verdient viel Geld. Das kannst du doch auch."
Die Mutter ist stinksauer, zieht den Jungen, der unschlüssig mitgeht, und die Tochter, die sich str?ubt auf den Wegdoppler mit den Worten: "Ich werde nicht auf den Strich gehen!"
Die Kampforganismen hüpfen auch auf den Wegdoppler ...
... und zu sechst tauchen sie in Mars-Genville auf.
Mutter und Kinder entfernen sich, wobei die Mutter mit ihrer widerspenstigen Tochter schimpft. Hopp kraxelt auf Giftstrauss.
Hopp, Giftstrauss und Pferdchen durchwandern das idyllische Dorf, um es zu inspizieren.
Viele Leute hocken tatenlos und gelangweilt herum. Ein Mann klagt: "Mann, ist das langweilig hier."
Vor einem sich sanft bewegenden lebenden Kunstwert, das an die Drahtskulpturen von Faselbert erinnert, bleiben sie stehen.
Faselbert taucht auf und beginnt sogleich voller Enthusiasmus sein Kunstwerk zu kommentieren: "Hallo, meine Freunde und Bewunderer von einem anderen Stern, hahaha. Wie ihr seht, habe ich mich den neuen Umst?nden und M?glichkeiten schon bestens angepasst. Ja, ich behaupte sogar, dass mein früheres Werk nur ein dünnes, Blut leeres Vorspiel war zu dieser neuen Periode meines Schaffens, die sich vollumf?nglich dem lebenden Kunstwerk widmet. Es verk?rpert in beispielloser Wahrhaftigkeit das Echo des Lebens und dient in vorzüglicher Weise zugleich als Antenne, welche sich ausstreckt, den Widerhall des Universums zu empfangen, um uns die inh?renten R?tsel mit seinen sanften Bewegungen darzubieten zur zuweilen neckischen, zuweilen provokativen Stimulation unseres Geistes, der sich nur allzu oft tr?ge hinlegen will wie ein ausgeworfenes Tuch, welches sich willig an den Boden schmiegt. Nur dass das Tuch dies ohne Klage tut, w?hrend diese Kretins hier fortw?hrend jammern, dass ihnen nichts geboten wird, nicht begreifend, dass die Wollust des Denkens sich nur entfaltet, wenn der sich aufb?umende Geist auf den R?tseln des Universums reitet."
Die Kampforganismen machen Fragezeichengesichter. Hopp l?sst sich von dem Redeschwall nicht beeindrucken und beginnt das Kunstwerk zu erklimmen mit den Worten: "Ich will auch auf dem R?tsel reiten."
Faselbert und die Kampforganismen beobachten Hopp beim vergnügten Klettern. Faselbert, Kopf schüttelnd: "Kinder haben nur Unsinn im Kopf."
Pferdchen: "Hopp hat irgendwie verstanden, was du gesagt hast, Faselbert. Ich nicht."
Faselbert schaut Pferdchen überrascht an, ...
... betrachtet wieder Hopp, streicht sich nachdenklich das Kinn und meint: "Hm ... so gesehen ... Ja, Kinder sind von Natur aus neugierig und tun das Richtige: Sie erkunden ihre Umgebung."
Faselbert weist in Richtung Dorf und sagt klagend zu den Kampforganismen: "Aber diese Erwachsenen sitzen nur da wie Mehls?cke und beflennen die Langeweile, als ob hier kein fremder Planet zu ihren Füssen l?ge, den es zu erkunden gilt."
Giftstrauss: "Vielleicht wissen sie nicht wie."
Faselbert ist verblüfft.
In voller Lautst?rke, sodass Faselbert sich erschrocken die Ohren zuh?lt, brüllt Pferdchen: "Vooortraaag!!!"
Angelockt von dem Ruf, n?hern sich etliche Neugierige, ...
... die Pferdchen mit einer Handbewegung dazu auffordert, ihm zur Wand der Atmosph?renqualle zu folgen.
Giftstrauss steht nun vor der Wand der Atmosph?renqualle, flankiert von Faselbert und Pferdchen. Die Leute stehen im Halbkreis um die drei herum. Pferdchen weist auf Giftstrauss und sagt: "Giftstrauss hat euch etwas zu sagen."
Ein Mann will wissen: "Warum heisst der Giftstrauss?"
Pferdchen erl?utert freundlich: "Giftstrauss spuckt Giftkapseln, die sofort t?ten. Es k?nnte das ganze Dorf in wenigen Minuten ausrotten. Also gebt ihm kein Grund dafür und h?rt ihm gut zu."
Gel?hmt vor Angst starren die Leute auf Giftstrauss. Die Kampforganismen kichern amüsiert. Faselbert denkt, ohne sich etwas anmerken zu lassen: 'Bizarrer Humor.'
Die Leute h?ngen an seinem Schnabel, als hinge ihr Leben davon ab, wie Giftstrauss spricht: "Wenn ihr das Planet erforschen wollt, k?nnt ihr durch das Wand des Atmosph?renqualle treten. Es bildet sich dann ein Atmosph?renkugel, das euch mit Sauerstoff versorgt. Mit diesem Kugel k?nnt ihr in alle Richtungen gehen oder rennen. Wenn ihr stehen bleibt, gibt das Kugel das Boden frei, sodass ihr Dinge anfassen und bewegen k?nnt. Wollt ihr nach Mars-Genville zurück, bewegt ihr das Kugel zum Quallenwand. Das Kugel verschmilzt wieder mit dem Wand und das Qualle l?sst euch ein."
Abgelenkt von dieser Schilderung, vergessen die ersten ihre Angst. Eine Frau: "Ich will nicht ersticken." Ein Mann: "Wie soll das gehen?"
Giftstrauss dreht sich um und spaziert durch die Quallenwand. Die Wand verschluckt seinen K?rper, als würde er durch einen Wasservorhang spazieren. Gleichzeitig w?chst auf der Aussenseite eine Ausstülpung wie eine Seifenblase, ...
... die sich als Kugel von der Quallenwand abl?st, sobald Giftstrauss sich weit genug entfernt hat.
Verblüfft und ungl?ubig starren die Leute auf dieses Ph?nomen. Alle haben nun ihre Angst vor Giftstrauss vergessen.
Eine energische, junge Frau schreitet tapfer auf die Quallenwand zu ...
... und gesellt sich alsbald in einer eigenen Kugel zu dem l?chelnden Giftstrauss.
Nun ist der Bann gebrochen und die Leute bewegen sich, zuerst etwas zaghaft, ...
... dann immer mutiger durch die Quallenwand, ...
... bis draussen eine ansehnliche Zahl von Kugeln herumrollt.
Faselbert, mit Blick nach draussen, zu Pferdchen: "Was geschieht, wenn sich zwei Kugeln berühren?"
Pferdchen: "Sie explodieren."
Erschrocken schaut Faselbert Pferdchen an. Pferdchen kichert.
Faselbert, zerknirscht: "Argh, jetzt bin ich auch auf deinen bizarren Humor rein gefallen."
Pferdchen, kichernd: "Lieber auf das Humor rein fallen, als in das Luft fliegen."
Faselbert, grinsend: "Ja, das ist wohl wahr."
Pferdchen deutet wortlos nach draussen, ...
... wo sich zwei der Kugeln berühren ...
... und miteinander verschmelzen, sodass sie nun über den beiden Insassen einen durchsichtigen Iglu bilden.
Andere docken an dem Iglu an, ...
... bis sich viele Kugeln zu einem buckligen Gebilde vereinigt haben, in dem sich die Leute frei bewegen k?nnen.
Giftstrauss sagt zu den Leuten, die ganz aufgeregt sind von der neuen Erfahrung: "Wenn euch ein Ort auf dem Mars gef?llt, k?nnt ihr ein zweites Siedlung gründen. Tank wird euch ein Atmosph?renqualle bauen. Das k?nnt ihr auf das Boden legen und wachsen lassen. So k?nnt ihr das ganze Planet besiedeln."
Rufe: "Dann haben wir endlich etwas zu tun!", "Ja, dieses Herumgehocke geht mir auf den Sack."
Tatendurstig stürzen sich die Leute nach allen Seiten durch die Wand des buckligen Gebildes, ...
... sodass sich bald wieder alle in einzelnen Kugeln tummeln.
Szeneanfang:
In Genville flattert einer von Endos Schmetterlingen durchs Mondlicht ...
... und landet auf einer von Endos Blumen, die Endo als Nahrungsquelle für die Schmetterlinge gepflanzt hat, damit diese nicht davon fliegen.
Ein schlanker Handrücken bietet sich dem Schmetterling dar, ...
... der neugierig auf den Handrücken krabbelt.
Ili bewegt ihren Handrücken vor ihr Gesicht und betrachtet den Schmetterling mit kindlicher Freude. Auch der Schmetterling bleibt für eine Weile ruhig und scheint Ili zu beobachten, ...
... flattert dann aber gem?chlich davon, sodass Ili ihm im milden Licht des Mondes und der Bioluminiszenzlampen lautlos und fliessend wie ein Schatten durch Genville folgen kann.
Als wollte er Fangen spielen, landet der Schmetterling auf einem lebenden Kunstwerk, ...
... wo er wartet, bis Ili es so weit erklommen hat, dass nur noch eine Armesl?nge sie trennt, ...
... und fliegt weiter über das nahe gelegene Hausdach, ...
... welches Ili mit einem Sprung zu fassen bekommt, ...
... sodass sie sich mühelos auf das Dach schwingen ...
... und dem Schmetterling nach rennen kann, ...
... der sich neckisch auf den ?ussersten Zweigen eines hoch gewachsenen Strauches niederl?sst, wohin ihm Ili nicht folgen kann, weil sie zu schwer ist.
Spass und Jagdfieber spiegeln sich gleichzeitig in Ilis Gesicht, wie sie an der Dachkante auf die n?chste Bewegung des Schmetterlings lauert.
Der Schmetterling l?st sich von dem Zweig, ...
... flattert nicht allzu hoch über dem Boden zwischen H?usern, an lebenden Kunstwerken und G?rten vorbei, sodass ihm Ili gut folgen kann.
Der Schmetterling rastet auf dem Wipfel eines Baumes, der das nahe stehende Geb?ude überragt, ...
... welches Ili mit der Leichtigkeit eines Eichh?rnchens über die Fassade erklimmt, ...
... sodass sie nun auf Augenh?he mit dem Schmetterling auf dem Dach steht.
L?chelnd bietet Ili dem Schmetterling wieder ihren Handrücken an, ...
... den er sogleich besteigt.
Ili streckt ihren Handrücken in den Himmel, sodass der Schmetterling in die Scheibe des Mondes zu liegen kommt und sie beide eine dunkle Silhouette bilden.
Aus dem Off erklingt der leise Ruf "Vooortraaag".
Ili führt den Schmetterling an ihr Gesicht, um ihn zu küssen.
Dieser krabbelt jedoch auf ihre Nase, was Ili kichern l?sst, weil es kitzelt.
Sanft bl?st Ili ihren Atem unter die Flügel des Schmetterlings, ...
... der davon flattert, w?hrend Ili ihm l?chelnd nach winkt.
Kopfüber stürzt sich Ili vom Dach ...
... und landet nach einem Salto auf den Beinen.
Wiesel flink huscht sie dem Ruf nach ...
... und betritt den Theaterplatz, wo Antara, Chromos 5, Lara, Wagon, Hisch, Martin, Yon, Meer, Estragon, Aladan, Flu, Lapsus und Endo um ein Lagerfeuer sitzen.
Schweigend setzt Ili sich in die Runde, ...
... merkt, dass die meisten Wagon anschauen, ...
... und richtet ihren Blick ebenfalls auf Wagon, die sich auf den lodernden Feuerbusch konzentriert ...
... und, ohne aufzuschauen, spricht: "Wir Genville-Frauen k?nnen Martin nicht glücklich machen. Unser Idee, gemeinsam im Weiher des Liebe zu schwimmen und füreinander da zu sein, behagt ihm nicht. Es m?chte ein Frau, das nur Augen für es hat, nur es liebt, nur für es da ist ..."
Martin unterbricht ver?rgert: "Was soll diese ?ffentliche Verhandlung meiner Gefühle? Erstens will ich gar keine Frau und zweitens ist das meine Privatsache."
Antara, mit tiefem, dunklem Blick: "Mehr Freude. Weniger Schmerz. Wir k?mpfen gegen das Schmerz. Du geh?rst zu uns, also ist dein Schmerz auch unser Schmerz. Das sind zwei Gründe, warum wir darüber sprechen sollten."
Martin erregt sich in schmerzlicher Erinnerung an Tanja: "Aber das Herumstochern in meiner Wunde erzeugt nur noch mehr Schmerz! Ist das in eurem Sinn?"
Meer, ruhig und ernst: "Manchmal erzeugt die Versorgung einer Wunde zus?tzliche Schmerzen, was sich aber langfristig auszahlt, wenn die Wunde dadurch verheilt."
Martin, trotzig: "Eine Erinnerung kann nicht heilen. Was soll das also bringen, ausser dass ihr euren Spass habt?"
Wagon schaut Martin an und sagt schlicht: "Ein neues Frau."
Martin ist sprachlos.
Wagon, zu Martin, mit feinem L?cheln: "Unsere Nutzwesen k?nnen nicht nur Beerenstr?ucher bauen sondern auch Frauen ..."
Wagon f?hrt fast gesch?ftsm?ssig fort: "Wir bauen dir ein Frau, das nur dich liebt. Dann geh?rt es dir ganz allein."
Hisch, aggressiv: "Bis du jenseits?! Willst du wirklich so ein beklopptes Tussi herstellen, das nur Augen für ein einziges Mann hat? Dessen Wohl und Wehe von seinen Launen abh?ngt und das sich umbringt, wenn ihm etwas zust?sst?"
Lara, Stirn runzelnd: "Ich bin auch nicht froh bei dem Gedanken, ein Liebessklave zu bauen, dessen einziges Ziel das Glück eines Mannes ist."
Aladan, zu Lara, sp?ttisch: "Nun tu nicht so, Lara. Du bist doch auch mein Liebessklave und nur dazu da, mich glücklich zu machen."
Lara, zu Aladan, l?chelnd: "Ja, denn dein Glück ist mein Glück. Aber gleichzeitig geh?rt mein Schoss allen, denn so kann ich viel mehr Freude erzeugen."
Hisch, tadelnd: "Es geht doch hier nicht nur um das Schoss, ihr Sex fixierten Dellen im Wohlgeschmack. Das ganze Denken dieses Sklaven wird doch nur um seinen Pinkelfred kreisen ..."
Ili, treuherzig: "Aber Martin ist doch ein Liebes ..."
Aladan und Estragon lachen laut heraus ...
... und singen fr?hlich: "Martin ist ein Liebes ... Martin ist ein Liebes ..."
Jetzt müssen auch die anderen lachen. Nur Yon und Martin finden es nicht lustig. Ili macht ein Fragezeichengesicht.
Ili, treuherzig: "Es macht doch nichts, wenn ein Frau das ganze Tag an ein liebes Mensch denkt."
Antara, zu Ili, mit ernstem, dunklem Blick: "Ja, Ili, du hast Recht. Auf das erste Blick scheint es ein Geschenk zu sein, das ganze Tag an ein liebes Mensch denken zu dürfen. Aber wenn dieses Mensch sich nun ver?ndert, wenn, zuerst unsichtbar, ein Kluft sich ?ffnet, das Tag für Tag sich weitet, bis jenes geliebte Mensch da drüben steht, auf dem andern Seite eines tiefen Schlucht, ohne ein Brücke, welches das schmachtende Herz an sein Ziel bringen k?nnte."
Ili, mit grossen Augen: "Oh, wie traurig!"
Hisch, energisch: "Genau! Liebessklaven zu basteln ist ein trauriges Idee. Ich dachte, das h?tten wir hinter uns."
Wagon, etwas hilflos: "Aber wenn Martin doch kein multifunktionales Schoss will?!"
Meer kichert: "'Multifunktionaler Schoss'."
Lara, schlicht: "Wir sollten keine Frauen herstellen, die dem Bedürfnisstruktur natürlicher M?nnchen angepasst sind. Die Natürlichen haben das Erde in ein Wüste verwandelt. Ihr Bedürfnisstruktur ist also nicht zukunftstauglich. Es w?re sehr dumm, solche Bedürfnisstrukturen in Genville wieder aufleben zu lassen und ihre Vermehrung zu riskieren."
Wagon gibt zu bedenken: "Wir k?nnten das Frau ja ohne Geb?rmutter ..."
Hisch, unwirsch: "Ach, h?r doch auf! Dann liegen uns die beiden im n?chsten Frühling in den Ohren, wie sch?n es doch w?re, ein kleines Martin zu haben."
Lara, wie oben: "Das meine ich ja. Das natürliche Bedürfnisstruktur l?sst sich nicht nur teilweise erfüllen. Es ist ein Gesamtes, das unweigerlich zu Krieg und Selbstzerst?rung führt."
Hisch, grimmig: "Wenn Martin mit seinen antiken Bedürfnissen nicht glücklich ist, soll es sie eben wandeln. Ambellmi wird ihm schon helfen."
Martin, finster: "Ich fühle mich sehr geehrt, mit erleben zu dürfen, wie vollkommene Gottheiten über das Schicksal eines elendiglichen Irdischen wie mir beraten. Jedoch muss ich euch darüber in Kenntnis setzen, dass dies zu meinem Glücke überhaupt nichts beitr?gt. Wenn ihr also schon Gott spielen wollt, ..."
Martin ruft wütend: "... dann sucht euch ein anderes Opfer!"
Aladan, grinsend: "Ein gutes Vorschlag! Wenn das Gottheit, das unser Universum erschaffen hat, nur aus einem hysterischen Lachen besteht, k?nnen wir von ihm wohl nicht viel erwarten. Folglich übernehmen wir das g?ttliche Verantwortung zum Gestalten des Universums."
Yon, mit grimmigem L?cheln: "Bevor ihr das Universum gestaltet, solltet ihr vielleicht diese Erde wieder bewohnbar machen."
Lara: "Aber wir haben doch Essg?rten gepflanzt und Estragons Wald ..."
Yon, wie oben: "Die B?ume sind doch viel zu gross und der Boden besteht nach wie vor aus Wüste. Wo bleiben die Wolken, der Regen, das Grün?"
Ili, neugierig: "Was sind Wolken?"
Estragon, nachdenkend: "Hm, ich glaube, das waren diese Dampfgebilde am Himmel, die es vor unserem Zeit gegeben hat. Aus ihnen fielen Wassertropfen und befeuchteten das Erde, sodass überall Pflanzen wachsen konnten."
Ili, begeistert: "Oh, wie sch?n! Machen wir Wolken!"
Ilis Naivit?t veranlasst Meer zu einem gutmütigen Lachen.
Meer: "Aber diese riesigen B?ume verdunsten doch enorme Mengen Wasser. Warum bilden sich daraus keine Wolken?"
Estragon: "Ich habe sie so gebaut, dass sie kein Feuchtigkeit verlieren. Das Pilzwesen w?re sonst nicht in dem Lage, genug Wasser herbeizuschaffen."
Meer: "Dann erzeugen wir grüne Teppiche aus Pflanzen, die ebenfalls keine Flüssigkeit verlieren."
Estragon: "Das geht nicht. Mein Wald w?chst solange weiter, bis das CO2-Gehalt des Atmosph?re auf ein vertr?gliches Mass abgesunken ist. Das Wachstum der B?ume h?ngt ab von dem Wassermenge, das das Pilzwesen zum Verfügung stellen kann. Jedes Tropfen, das wir für andere Zwecke brauchen, verz?gert das Wachstum des Waldes und damit das Bewohnbarkeit des Planeten."
Wagon: "Aber wenn wir Pflanzen entwickeln, die genau so effizient Kohlenstoff binden wie die B?ume, dann spielt es doch kein Rolle, wenn ein Teil des Wassers in ein üppiges Bodengrün fliesst."
Estragon nickt: "Da hast du Recht."
Aladan st?hnt wehleidig auf: "Neiiin ..."
Verblüffte Blicke.
Aladan, schmerzlich: "Ich will nicht ein Milliarde L?cher graben, um ein Milliarde Pflanzen hinein zu stopfen. Ich will auch nicht ein Million Furchen ziehen, um ein Milliarde Samen hinein zu streuen. Ich will ..."
Hisch, sp?ttisch: "Wer sagt denn, dass du das machen musst, du Traummann jedes Pfannkuchenfrau?"
Aladan, mit schmerzlicher Begeisterung: "Oh wunderbar, wir bauen also ein Armee von Pflanzwesen, die wir am Ende alle zerstückeln."
Chromos 5, weise: "Wer in das Wüste geht, muss stark sein, stark wie ein Berg."
Hisch, lachend: "Ja, sonst wird es gel?hmt von den Schleiern des Nacht, zerstampft von den Stomps oder genadelt von Giftkriegern."
Wagon, mit leicht schmerzlichem L?cheln: "Wenn ich Martin schon nicht helfen darf, lasst uns wenigstens ein Berg bauen."
Lara, lachend zu dem muffigen Martin: "Siehst du, Martin, du bist uns ein ganzes Berg wert."
Estragon, grinsend: "Mindestens."
Aladan, tadelnd zu Martin: "Martin, Martin, was hast du da angerichtet?"
Martin, muffig: "Pah."
Ili, wie ein Kind, das an sein Eis erinnert: "Und meine Wolken?"
Estragon, nüchtern: "Wolken machen nur Sinn, wenn sie das Feuchtigkeit aus dem Meer ziehen und dann aufs Land bringen. Ein Wolke, das hier entsteht und abregnet, bringt kein Zugewinn an Wasser."
Ili schaut unglücklich.
Antara, mit feinem, melancholischem L?cheln: "Ich werde dir ein Wolke schenken, Ili."
Ilis Augen gl?nzen vor Vorfreude und Dankbarkeit.
Aladan spielt den Zukurzgekommenen: "Mir hast du noch nie ein Wolke geschenkt, Antara."
Antara streckt ihre H?nde beschw?rend in Richtung Aladan, schliesst die Augen und konzentriert sich.
über Aladan entsteht eine schlanke, dunkle Wolkens?ule, ...
... die kr?ftig über Aladan ausregnet. Aladan bleibt sitzen und st?sst den tiefen Seufzer des vom Schicksal Misshandelten aus. Gel?chter.
Szeneanfang:
Um die Mittagszeit in Natural City. Eine gew?hnliche Frau, nicht allzu hübsch, nicht allzu alt, n?hert sich einem gut aussehenden jungen Natural Guard, der allein einen Nebeneingang zu einem Verwaltungsgeb?ude bewacht. Die Frau tr?gt einen kleinen Korb mit Backwaren.
Wie der Guard die Frau bemerkt, setzt er ein gewinnendes L?cheln auf.
Die Frau err?tet und h?lt ihm mit gesenktem Blick den Korb mit den Backwaren hin. Es ist offensichtlich, dass sie in den Guard verliebt ist.
Der Guard greift nach den Backwaren und sagt freundlich: "Vielen herzlichen Dank! Es ist mir nicht recht, dass Sie sich jeden Tag solche Mühe geben, um mich zu verw?hnen. Kann ich mich irgendwie erkenntlich zeigen?"
Die Frau err?tet tiefer und wehrt ab: "Nein, nein, es ist schon gut. Ich tue es gern. Es macht mir Freude ..."
Im Widerspruch zu ihren Worten legt sich pl?tzlich ein Schatten der Betrübnis auf ihr Gesicht, ...
... was der Guard bemerkt und ihn zur besorgten Nachfrage veranlasst: "Entschuldigen Sie, aber ... Sie scheinen nicht eben glücklich zu sein."
Die Frau schl?gt die H?nde vors Gesicht und sagt: "Es ist schrecklich ..."
Der Guard fasst die Frau mit einer Hand bei der Schulter und sagt einfühlsam: "Was qu?lt Sie denn?"
Die Frau hat Angst, es zu verraten, aber noch mehr fürchtet sie um das Leben ihres geliebten Guards. Sie wendet dem Guard ihr Gesicht zu und verzweifelt bricht es aus ihr hervor: "Wir sollen alle Guards vergiften ... mit ... mit ..."
Die Frau deutet auf die Backwaren in der Hand des Guard und f?hrt fort: "Mit diesen Backwaren."
Erschrocken starrt der Guard auf die Backwaren ...
... und wirft sie reflexhaft von sich weg.
Frau, weinend: "Nein, nicht die ... Erst morgen ... Morgen sollen wir das Gift in den Teig rühren."
Der Guard ist so überrascht und geschockt von dem ungeheuerlichen Plan, dass er die Frau bloss reglos anstarrt, ...
... dann bemerkt, dass immer noch seine Hand auf ihrer Schulter liegt, ...
... die er nun ohne nachzudenken, rasch zurückzieht, als stellte die Frau selber eine Gefahr dar.
Mit leerem Blick schaut der Guard ratlos vor sich hin, ...
... bis seine Gesichtszüge zeigen, dass eine grimmige Entschlusskraft ihn erfüllt.
Aus einiger Entfernung ist zu sehen, wie der Guard in sein Funkger?t spricht, w?hrend die Frau geknickt vor ihm steht.
Nach dem Funkgespr?ch nimmt der Guard, eher sanft, den Arm der Frau ...
... und geleitet sie zum Gef?ngnis.
In einem Verh?rraum bittet ein ?lterer Guardoffizier die Frau h?flich, ihm gegenüber Platz zu nehmen, w?hrend der junge Guard hinter der Frau stehen bleibt.
Guardoffizier, mit grimmigem L?cheln zur Frau: "Sie wollen also die Natural Guard vergiften?"
Frau, eingeschüchtert: "Nein, ich nicht, aber die anderen Friends of Guards."
Quardoffizier, mit erzwungener Freundlichkeit: "Und warum Sie nicht?"
Frau, etwas naiv: "Er ist doch so nett. Ich will doch nicht, dass er stirbt."
Guardoffizier, Verst?ndnis heuchelnd: "Sie haben sich also verliebt und nun wollen Sie den Mordplan nicht mehr ausführen?"
Frau, err?tend: "Ich ... es ..."
Guardoffizier, interessiert: "Wer steht dahinter? Wie kann jemand annehmen, dass ein solcher Plan funktioniert?"
Frau, etwas verwirrt: "Ich weiss es nicht. Wie meinen Sie das?"
Guardoffizier, mit milder Nachsicht: "Nun, wie kann jemand so dumm sein, anzunehmen, dass keine der 'Friends of Guards' sich verliebt und den Plan verr?t, um ihren Geliebten zu schützen?"
Frau erl?utert: "?hm, wir sollten Pillen schlucken, die das Verlieben verhindern. Aber ich wollte mir nicht in meine Gefühle rein reden lassen und habe sie weg geworfen."
Guardoffizier, mit gespielter Anerkennung: "Hm, das war sehr vernünftig von Ihnen. Damit retten Sie Tausenden von Guards das Leben."
Der Guardoffizier geht zum Ausgang des Verh?rzimmers und winkt dem jungen Guard, ihm zu folgen. Frau, ?ngstlich: "Kann ich jetzt gehen?"
W?hrend der Guardoffizier mit dem jungen Guard den Raum verl?sst, sagt er mit b?sem L?cheln, ohne sich umzudrehen: "Gewiss, ich rufe gleich jemand, der Sie hinaus begleitet."
A case of literary theft: this tale is not rightfully on Amazon; if you see it, report the violation.
Wie die Tür ins Schloss f?llt, sagt der Guardoffizier zu zwei anderen Guards: "Bindet sie auf die Stanzmaschine!"
Der Guardoffizier und der junge Guard gehen zusammen durch einen Gang. Junger Guard: "Warum haben Sie nicht darauf bestanden, dass Sie ihnen die Hinterleute des Mordplanes verr?t?"
Der Guardoffizier winkt ab und sagt mit blasiertem L?cheln: "Ach wozu? Die Clique, die Kommandant Hart nach dem Leben trachtet, kennen wir doch l?ngst. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis wir sie eliminieren k?nnen."
Junger Guard, Stirn runzelnd: "Sie haben eine Stanzmaschine erw?hnt ..."
Guardoffizier, grimmig l?chelnd: "Geduld, mein junger Freund. Sie werden jetzt sehen, was wir mit Verr?tern anstellen."
Nach einer Liftfahrt nach unten und einem weiteren Gang ...
... betreten sie einen Raum, der an ein Tonstudio erinnert, weil der grosse, hintere Teil durch eine Glasscheibe vom kleineren, vorderen Teil abgetrennt ist, der überdies mit einem Steuerpult zur Fernbedienung einer Anlage ausgestattet ist. Im grossen Teil allerdings h?ngen keine Mikrophone, sondern eine grosse, weisse Scheibe mit zahlreichen kleinen L?chern. Zwei M?nner sind damit besch?ftigt, die Frau mit vielen schmalen, weissen B?ndern, die durch die L?cher nach hinten führen, mit abgespreizten Armen und Beinen an der Scheibe festzubinden. Die Frau macht grosse, furchtsame Augen.
Wie sie die beiden Guards hinter der Scheibe sieht, wirft sie einen flehenden Blick auf den jungen Guard, ...
... der sich davon anrühren l?sst und etwas heftig zum Offizier sagt: "Warum lassen Sie sie nicht frei?"
Offizier, kühl: "Schon vergessen, sie hat bei dieser Terrortruppe mit gemacht und war bereit, Sie zu t?ten."
Junger Guard, aufgewühlt: "Aber sie hat die Verschw?rung aufgedeckt. Sie h?tte einen Orden verdient."
Offizier, mit sadistischem L?cheln: "Die Stanzmaschine wird ihr jetzt einen Orden aufpr?gen, den sie nie mehr vergisst."
Verwirrt schaut der junge Guard zu der Frau, deren K?rper nun vollst?ndig mit weissen B?ndern an der Lochscheibe befestigt ist. Einer der M?nner gibt der Frau mit einer Spritze eine Injektion. Offizier, wie oben: "Ein Blut stillendes Mittel. Wir wollen doch nicht, dass sie gleich verblutet."
W?hrend das Wort "verblutet" noch durch die Gedanken des erschrockenen jungen Guard zieht, drückt der Offizier am Bedienpult einen Knopf.
Bewegt von leise summenden Elektromotoren, senkt sich ein metallenes Kreuz von der Decke herab, an dessen Enden je ein grosses Stanzmesser befestigt ist.
Wie der Mittelpunkt des Kreuzes auf der H?he des Scheibenmittelpunktes angekommen ist, h?lt das Kreuz ...
... und bewegt sich nicht allzu schnell auf die Frau zu, die voller Panik auf diesen unheimlichen Mechanismus starrt.
Mit gnadenloser Pr?zision trennen die Stanzmesser vor den entsetzten Augen des jungen Guard H?nde und Füsse der Frau ab, ...
... die nach unten in eine klinisch weisse Auffangwanne fallen.
Obwohl offensichtlich ist, dass die Frau nach Leibeskr?ften schreit, ist kein Laut zu h?ren.
Als w?re er ein schlechter Gastgeber, entschuldigt sich der Offizier: "Oh, da fehlt ja der Sound." ...
... und bet?tigt einen Regler, ...
... sodass nun die entsetzlichen Schreie der Frau laut und deutlich zu h?ren sind.
Der junge Guard ruft: "Warum tun Sie das? Warum sperren Sie sie nicht einfach ein?"
Offizier, mit g?nnerhaftem L?cheln zum Guard: "Kommandant Hart kennt nur eine Strafe für Delinquenten, den Tod. Nur wenn jeder Hauch von Delinquenz aus dem Genpool der Natürlichen entfernt wird, haben wir eine Chance, eines Tages die vollkommene Reinheit zu erlangen."
Offizier, mit sadistischem L?cheln am Bedienpult hantierend: "G?nnen wir uns noch ein Scheibchen."
Die Stanzmesser haben sich nach innen verschoben und schneiden nun weitere zehn Zentimeter von Armen und Beinen ab. Die Schmerzensschreie der Frau werden unertr?glich laut, ...
... sodass der Offizier die Lautst?rke etwas zurückstellt mit den Worten: "Etwas laut, nicht?"
Der junge Guard ruft zitternd vor Entsetzen: "Warum t?ten Sie sie dann nicht einfach?! Warum diese bestialische Folter?!"
Offizier, mit sadistischem Vergnügen: "Weil es mir grosse Genugtuung bereitet, wenn diese verdammten Schweine bekommen, was sie verdienen."
Mit einladendem L?cheln weist der Offizier auf das Bedienpult: "Bitte sehr, erleben Sie selbst, was für ein Vergnügen es sein kann, Gerechtigkeit zu üben."
Der junge Guard sieht nur noch das sadistisch grinsende Gesicht des Offiziers vor sich und h?rt den Nachhall seiner Worte "Gerechtigkeit zu üben".
Geschmeidig l?sst der junge Guard sein umgeh?ngtes Sturmgewehr in seine H?nde gleiten, ...
... schiesst dem verdutzten Offizier drei mal in den Kopf, ...
... ?ffnet die Tür zur Frau ...
... und erl?st sie von ihren Schmerzen mit zwei Schüssen in den Kopf.
Wie die beiden Gehilfen herbeieilen, um nach dem L?rm zu sehen, t?tet er auch sie mit gezielten Schüssen.
Zitternd steht der junge Guard da, ...
... schliesst die Augen, um tief durch zu atmen, ...
... und jagt sich selber eine Kugel durch den Kopf.
Szeneanfang:
Am n?chsten Tag in Natural City. Eine sichtlich nerv?se Frau n?hert sich mit ihrer Backwarentasche "ihren" Guards.
Sie überreicht den Guards ihre Tasche mit gesenktem Blick und haucht: "Bitte."
Die Guards ahnen nichts von der Verschw?rung und wollen sich erfreut über die Backwaren her machen, wie sie von einem Ruf aus dem Off unterbrochen werden: "Nicht essen!"
überrascht sehen die Guards, wie zwei andere Guards aus ihrem Versteck hervortreten, um die Frau zu packen und die Tasche zu konfiszieren.
Die Frau wird abgeführt. Einer der zurück bleibenden Wachguards ruft irritiert: "He, die geh?ren uns!"
Einer der Guards, die die Frau abführen, dreht sich um und ruft streng: "Die sind vergiftet, du Idiot!"
Die beiden Wachguards zeigen eine Mischung aus Verblüffung und Erschrecken.
Im Gef?ngnislabor von Doktor Meer steht ein Kriminaltechniker vor einem Tisch, der übers?t ist mit Backwaren. Er dreht sich um ...
... zu Kommandant Hart, der ihn erwartungsvoll anblickt, und sagt: "S?mtliche Proben enthalten ein langsam wirkendes Gift, welches in ein paar Stunden zum Tod durch Herzversagen führt. Es ist offensichtlich, Kommandant Hart, dass ..."
Harts Augen ruhen schon auf seinem Kommunikator, wie er mit unterdrückter Wut sagt: "Schweigen Sie!"
Hart, in den Kommunikator, wie oben: "Exekutieren!"
In einem fensterlosen Raum befinden sich etwa dreissig eingeschüchterte Frauen, die von wenigen Guards bewacht werden. Ein Offizier steht vor den Frauen und instruiert sie h?flich, aber bestimmt: "Wir befinden uns hier in einem Terminal für die Lastwagen, welche Sie ins Umerziehungslager bringen werden. Ich darf Sie jetzt bitten, Ihre Kleidung vollst?ndig abzulegen. Aus hygienischen Gründen erhalten Sie im Lager neue Kleider."
Z?gerlich beginnen die Frauen sich bis auf die Unterw?sche zu entkleiden.
Offizier, mit gezwungenem L?cheln: "Ich sagte 'vollst?ndig'. Wenn Sie Ihre Unterw?sche anbehalten, k?nnen wir die Hygiene leider nicht gew?hrleisten."
Wie auf Kommando laden die Guards ihre Sturmgewehre, sodass ein mehrfaches Klicken ert?nt.
Die Frauen schlucken ihren ?rger und ziehen sich vor den grinsenden Guards vollst?ndig aus.
Ein Guard ?ffnet eine Schiebetür mit der Aufschrift "Lastwagen 3". Offizier, aus dem Off: "Darf ich Sie nun bitten, den Lastwagen zu betreten."
Wie die Schiebetür offen steht, wird der leere Laderaum eines Lastwagens sichtbar, dessen linke Wand merkwürdigerweise aus einem Spiegel besteht.
Wie die Frauen sich in den beleuchteten Laderaum gepfercht haben, wird die Schiebetür verschlossen.
Hinter dem halbdurchsichtigen Spiegel stehen zwei Guards an einem Bedienpult und beobachten die Frauen. Guard A: "Warum l?sst er die Frauen sich ausziehen?"
Guard B, grinsend: "Damit wir auch etwas davon haben. Oder hast du schon so viele nackte Frauen auf einem Haufen gesehen?"
Beide Guards lachen.
Guard B drückt einen Knopf auf dem Bedienpult und erl?utert: "Es ist die Kippvorrichtung eines Lastwagens. Du brauchst nur diesen Knopf zu drücken, bis die Hydraulik voll ausgefahren ist."
Auf der Seite der Schiebetür f?ngt der Boden an, sich zu heben, sodass der ganze Boden an Schr?glage gewinnt. Verwirrt versuchen die Frauen ihr Gleichgewicht zu halten.
Guard B, grinsend einen anderen Knopf drückend: "Wenn du willst, dass der Spass beginnt, drückst du den Tür?ffner."
Gegenüber der Schiebetür klappt die Wand in zwei Flügeln auseinander und die Frauen, die sich daran gelehnt haben, stürzen in die Tiefe des S?uregrabens.
Entsetzt starren die benachbarten Frauen auf die schreiend fallenden, ...
... werden von den hinter ihnen stehenden, um ihr Gleichgewicht ringenden unabsichtlich geschubst ...
... und stürzen ebenfalls schreiend hinab.
Guard B l?st seinen Finger vom Hydraulikknopf und sagt grinsend: "Lass uns den Spass etwas verl?ngern!"
Der Boden bleibt in der momentanen Schr?glage stehen, sodass die restliche Frauen sich noch knapp halten k?nnen. Die Frauen rufen in Panik: "Gnade!", "Bitte nicht!", "Hilfe!", "Ihr dreckigen M?rder!".
Guard B, zu Guard A, mit grimmigem L?cheln: "Brings zu Ende!"
Guard A starrt die nackten Frauen an und sagt z?gernd: "Eigentlich schade drum."
Guard A drückt entschlossen den Hydraulikknopf und sagt grimmig: "Sie wollten uns vergiften. Sie haben es verdient."
Der Boden wird nun so steil, dass alle Frauen abrutschen und schreiend hinab fallen, ...
... wo sich ihre K?rper zischend in der S?ure aufl?sen.
Szeneanfang:
Held, Meneor, Piri, Ewald, Iris, Doi, Caesar und Myrta in Caesars Büro. Myrta sagt bleich vor Grauen: "Sie haben alle FOGs umgebracht."
Ewald fühlt sich schuldig: "Es war meine Idee. Ich habe diese Frauen in den Tod laufen lassen. Ich h?tte wissen müssen, dass ein solcher Plan nicht geheim bleiben kann."
Aus mangelnder übung wirkt Iris' Versuch, Trost zu spenden, etwas unbeholfen: "Wenn es geklappt h?tte, w?re die Diktatur mit ihren Wurzeln ausgerissen worden."
Ewald schaut unglücklich vor sich hin.
Iris f?hrt sinnierend fort: "Vielleicht sollten wir die Wurzeln in Ruhe lassen und uns doch um die Krone kümmern ..."
Iris, zu Meneor, forsch: "Meneor, kannst du mir den Kopf von Hart bringen?"
Myrta und Ewald sind überrascht und befremdet.
Meneor, l?chelnd: "Ja."
Myrta will einwenden: "Aber ..."
Ewald, heftig: "Aber das haben wir doch schon verworfen, weil dann einfach der n?chste Diktator kommt."
Iris l?chelt geheimnisvoll: "Nicht, wenn eine h?here Macht dies verhindert."
Ewald befremdet: "Wirst du jetzt pl?tzlich religi?s?"
Iris t?tschelt Ewald wie einen Hund und sagt grinsend: "Keine Sorge, lieber Ewald, Religion ist etwas für Feiglinge, also nichts für mich."
Myrta, zweifelnd: "Und worin besteht dann dieses 'h?here Macht'?"
Iris legt je eine Hand auf Piris und Meneors Schulter und sagt l?chelnd: "Genville, repr?sentiert von unserem unbesiegbaren Kampfduo Meneor und Piri."
Allgemeine Verblüffung.
Ewald, fassungslos über Iris' Kaltblütigkeit: "Du willst die beiden verheizen im Kampf gegen eine ganze Armee?!"
Meneor, l?chelnd: "Das ist kein Kampf gegen ein Armee. Das ist ein Weg zu Hart und zurück. Das ist nicht schwer."
Ewald schaut zweifelnd. Myrta denkt Stirn runzelnd: 'Ist dieses Freudenspender gr?ssenwahnsinnig oder einfach nur dumm?'
Iris lacht: "Haha, seht ihr, ihr Kleingl?ubigen? Das ist die richtige Einstellung."
Held, Stirn runzelnd: "Aber was willst du mit dem Kopf? Die Guards werden durchdrehen und uns trotz Caesars Virenschutz weg pusten."
Iris, geheimnisvoll: "Vertraut mir! Schliesslich bin ich ein Medientalent."
Doi macht sich an Iris ran, nimmt ihre Hand und sagt fordernd: "Ich bin vertraut. Gibt es dafür L?cheln?"
Iris zeigt Doi ein verkrampftes L?cheln und denkt: 'Bl?de Maschine.'
Szeneanfang:
Es ist Abend in Natural City. Caesar, Myrta und Doi gehen zur DARK, die irgendwo auf dem Universit?tsgel?nde parkiert ist.
Sie besteigen das Luftschiff, ...
... welches kurze Zeit sp?ter lautlos abhebt, ...
... um nicht allzu hoch majest?tisch über die Stadt zu gleiten.
Schweigend starrt Caesar mit finster-bedrücktem Gesicht auf die Millionenstadt hinunter, w?hrend der m?ssige Fahrtwind mit seiner Kleidung oder seinem Haar spielt.
Myrta, besorgt: "Was bedrückt dich, Caesar? Jetzt wo wir dieses natürliche Sumpf verlassen, um in Genville an dem Zukunft zu bauen, solltest du doch fr?hlich sein."
Caesar zieht ein mit Blut gefülltes Reagenzglas aus seiner Kleidung und sagt finster: "Ich konnte mein Herrschbedürfnis nicht ausreichend stillen ..."
Caesar l?sst das Reagenzglas über Bord fallen und f?hrt fort wie oben: "Dazu w?re viel mehr Brutalit?t erforderlich gewesen, zu dem ich nicht in dem Lage war ..."
Das Reagenzglas f?llt. Caesars Stimme aus dem Off: "Es war ein Fehler, diesem Bedürfnis nachzugeben. Aber es hat mein Denken deformiert. Ich rechtfertigte mein Streben nach Herrschaft damit, dass sich das Leben meiner Untertanen verbessern würde ..."
Das Reagenzglas f?llt. Caesars Stimme aus dem Off: "Um das Herrschaft eines einzelnen Person zu festigen, ist jedoch so viel Grausamkeit n?tig, dass das Leben der Untertanen niemals angenehm sein kann. Dies liegt daran, dass alle nach Herrschaft streben und nur durch Einschüchterung in Schach gehalten werden k?nnen ..."
Das Reagenzglas f?llt. Caesars Stimme aus dem Off: "So steht nur einem Person das Glück der Herrschaft zu und alle anderen müssen ihr Leben im Schmerz des Demütigung verbringen. Es gibt kein Ausweg ..."
Das Reagenzglas f?llt. Caesars Stimme aus dem Off: "Deshalb werde ich dieses Fehler des natürlichen Evolution korrigieren ..."
Das Reagenzglas zersplittert auf dem Boden. Caesars Stimme aus dem Off: "Die Viren in meinem Blut werden alle Natürlichen in Natural City t?ten. Binnen einem Woche ist das Spuk vorbei ..."
Caesar schaut Myrta mit einem Blick an, in dem die ganze Last dieser Entscheidung liegt und sagt: "Dann kann das Zukunft beginnen."
Myrta bleibt erstaunlich ruhig, l?sst ihren Blick, die Aussicht geniessend, über die Stadt schweifen.
Caesar, befremdet: "Du bleibst so ruhig. Ich dachte, das würde dich schockieren."
Myrta, mit schwachem L?cheln: "Ja, das würde es auch ... wenn es wahr w?re ..."
Caesar ist etwas verwirrt.
Myrta erl?utert: "Wie du die Virentr?ger besucht hast, bin ich dir gefolgt. Vor unserem Abreise habe ich alle eingesammelt und zerst?rt. Vorher schon, habe ich deine Nutzwesen davon überzeugt, dass sie mir ein Impfstoff gegen die Viren in deinem Blut liefern, das ich dir ins Essen geschmuggelt habe. Dein Blut ist so harmlos wie meines ... überlass das Massenmord den Natürlichen. Das ist ihr Spezialit?t."
Caesar, irritiert: "Wie konntest du ...?!"
Myrta f?hrt ungerührt fort: "Dein starkes Herrschbedürfnis mag dich deformiert haben, aber du bist kein Killer, dem jedes Mitgefühl fehlt. Die millionenfachen Schreie der Sterbenden h?tten dir für das Rest deines Lebens das Schlaf geraubt. Das wollte ich vermeiden."
Myrta schaut Caesar mit klaren, offenen Augen an: "Wenn ich dich damit so wütend gemacht habe, dass du mich dafür t?ten willst, dann tu es jetzt!"
Caesar runzelt die Stirn über dieses merkwürdige Ansinnen: "Trotz allem bin ich ein Genville. Ich und Hisch empfinden zwar Wut, aber nicht so stark, dass es jemals t?dlich endet. Ich war nur etwas überrascht."
Myrta ist erleichtert, sagt aber trotzdem etwas kleinlaut: "Ich hoffe, du kannst mir eines Tages verzeihen."
Caesar, der von einer Tonnenlast befreit ist, weil er nun doch kein Massenm?rder ist, lacht: "Dein glasklares Verstand hat mich gerettet. Was gibt es da zu verzeihen?"
Tr?nen glitzern in Myrtas Augen. Caesar erstaunt: "Warum weinst du?"
Myrta, mit kullernden Tr?nen: "Es ist ... schnief ... Wenn das gr?sste Genie aller Zeiten mir ein glasklares Verstand bescheinigt, ist dies das sch?nste Kompliment, das ich je erhalten habe."
Caesar, trocken: "Bl?dsinn. Wir Genvilles sind alle Genies."
Die DARK fliegt über die Stadtgrenze mit den schwarzen Wachtürmen in die Wüste hinaus.
Wie die Wachtürme immer kleiner werden, sagt Caesar: "Jetzt sind wir aus dem Reichweite der Mikrowellenkanonen."
Myrta begreift nicht: "Und?"
Unter dem Fragezeichengesicht von Myrta ruft Caesar: "Du kannst das DARK jetzt abwerfen, Luftfisch!"
Eine nahe Stimme, die aus dem Nichts zu kommen scheint, l?sst Myrta zusammenzucken: "Ah, endlich!"
Die DARK beginnt zu knistern und zu knacken. Risse laufen durch die schwarzen Solarzellen ihrer Hülle ...
... und durch die W?nde und Bedienelemente der Kabine. Myrta, gestresst: "Was geschieht?! Stürzen wir ab?!"
Caesar, ruhig: "Nein, wir befreien uns nur von einem Technologie, das viel Aufwand bei dem Beschaffung von Rohstoffen erfordert, noch mal viel Aufwand bei dem Produktion und dann nichts anderes hervor bringt als Müll, das dauernd repariert werden muss."
Wie zerbrochenes Glas regnen die Bruchstücke der Aussenhülle hinab in die Wüste und entbl?ssen die Haut des Luftfisches.
In der Kabine beginnt Caesar Bruchstücke über Bord zu schmeissen.
Myrta hat sich schnell gefasst und hilft ihm dabei.
Wie er sich von der DARK befreit hat, schwebt der riesige Luftfisch über der Wüste. Er sieht immer noch aus wie ein Zeppelin, hat aber vorn und hinten grosse ?ffnungen, mit denen er Luft ansaugen und ausblasen kann, sodass er, ?hnlich einem Düsenaggregat, Vorw?rtsschub erzeugen kann. Den Auftrieb verschafft er sich mit innen liegenden Gass?cken, die er mit selbst gefiltertem Helium auffüllt. Als Nahrung dienen ihm die Bl?tter von Estragons B?umen, die er mit Tentakeln, die sich aus seiner Aussenhaut ausstülpen, aberntet. Der Luftfisch kann sprechen, jedoch bildet er die Stimme nicht durch einen Mund, sondern durch Membranen an seiner Unterseite, sodass sie wie aus dem Nichts zu kommen scheint.
Luftfisch: "Ich habe Hunger."
Myrta lauscht fasziniert dieser Stimme. Caesar: "Dann auf nach Genville! Dort erwartet dich ein ganzes Wald zum Frühstück."
Myrta stürzt zum Fenster, ...
... wo sie sich weit hinaus lehnt, um zu sehen, wie der Luftfisch sich fortbewegt. Dieser saugt vorne Luft an, ...
... presst sie durch seinen K?rper nach hinten, wo sie gleichm?ssig ausstr?mt und ihn vorw?rts gleiten l?sst, ...
... um sogleich wieder Luft anzusaugen.
Der Luftfisch gewinnt an Fahrt, sodass Myrtas Haar im Wind tanzt, was sie mit einem vergnügten Lachen geniesst.
Myrta, fr?hlich zu Caesar: "Das ist gewaltig, was dieses Fisch an Luftmassen bewegt. Das ist ja viel schneller als das DARK mit ihren langweiligen Propellerchen."
Caesar l?chelt und sagt: "übrigens ..."
Myrta schaut Caesar erwartungsvoll an:
Caesar: "... Die Nutzwesen haben mir gesagt, dass mein Blut harmlos ist. Hast du wirklich geglaubt, ich würde ein Stadt ausrotten?"
Myrta, lachend: "Du hast mich verarscht!"
Caesar, grinsend: "Ja."
Szeneanfang:
Am n?chsten Morgen spazieren Meneor und Piri Hand in Hand durch Caesars Essgarten auf dem Dach der Universit?t. Mit der freien Hand pflücken sie sich im Vorbeigehen etwas Essbares.
Piri, Meneor neugierig betrachtend: "Du bist so gelassen, Meneor. Dabei haben wir kein Zeit zu verlieren. Sobald die Guards merken, dass unser Virenschutz Caesar weg ist, werden sie Iris, Ewald, Held und uns beide mit allem Kraft jagen."
Meneor, tiefsinnig: "Was nützt es zu rennen, wenn du nicht weisst, wo das Ziel ist?"
Piri drückt sich an Meneor und sagt l?chelnd mit gespieltem Tadel: "Ja, mein grosses Meister. Aber mit solchen Sprüchen finden wir auch kein Weg zum Ziel."
Meneor, nachdenklich: "Hans Hart muss uns zu sich nehmen."
Piri, Stirn runzelnd: "Und warum sollte es das tun?"
Meneor, wie oben: "Was interessiert dieses Mann am meisten?"
Piri, wie oben: "Ein Menschenwesen, das jedes Widerspruch mit dem Tod bestraft, interessiert sich wohl nur für sich selber. Würde es einem Sache dienen, würde es andere Meinungen zulassen, um zu prüfen, ob sie für das Sache besser sind."
Meneor, l?chelnd: "Dann sagen wir den Guards, dass wir Hans Hart t?ten wollen."
Piri, überrascht: "Sie werden uns sofort erschiessen."
Meneor, l?chelnd: "Wir finden ein Guard, das es melden wird."
Piri runzelt die Stirn: "Na und?"
Meneor erl?utert: "Wenn Retter Hans davon erf?hrt, wird es ein neues Verschw?rung vermuten. Es wird uns erst t?ten, wenn es weiss, wie dieses Verschw?rung aussieht. Vielleicht ist es in dem N?he, wenn sie uns fragen. Dann haben wir es."
Piri prustet: "Retter Hans."
Piri gibt zu bedenken: "Es kennt uns Genmonster und wird uns niemals in sein N?he lassen."
Meneor schaut Piri an und sagt l?chelnd: "Ein paar Ver?nderungen, dann kennt uns niemand mehr."
Szeneanfang:
Piri und Meneor verlassen kurze Zeit sp?ter mit gef?rbten und ver?nderten Haaren einen Coiffeursalon in einer Nebenstrasse. Piri bet?ubt im Weggehen die Coiffeuse mit der Bet?ubungsfl?te, um sicherzugehen, dass sie sie nicht erkannt hat und an die Guards verr?t.
Ebenfalls in einer Nebenstrasse wiederholt sich dasselbe in einer Boutique, die Meneor und Piri in unverf?nglichem Outfit verlassen.
Wie die beiden durch die Strasse schlendern, dürfen sie nicht wieder zu erkennen sein, auch wenn Piri vielleicht eine Brille und Meneor einen Schnauz tragen muss.
Piri betrachtet kichernd Meneor. Dieser versucht ernst zu bleiben, ...
... prustet aber beim Anblick von Piri los.
W?hrend sie sich gegenseitig auslachen, sagt Piri: "Wir *prust* müssen uns jetzt, hihihi, leer lachen, sonst wirken wir nicht überzeugend, hahaha ..."
Ganz steif vor Anstrengung, ernst zu bleiben, gehen sie Arm in Arm wie ein Ehepaar und biegen ein auf eine belebtere Strasse, ...
... wo nicht allzu weit zwei Guards stehen.
Harmlos tuend, steuern Piri und Meneor neben den Guards einen Hauseingang an.
Kaum sind sie drin, streckt Piri den Kopf aus der Tür und ruft unterdrückt den Guards zu: "Kommen Sie schnell, bitte!"
Die Guards rennen durch die Tür ...
... und stehen nun fragend, weil offensichtlich nichts Bedrohliches da ist, Piri und Meneor im Hausgang gegenüber.
Piri, zu den Guards, treuherzig: "Wir wollen Sie nur darüber informieren, dass wir Kommandant Hart t?ten wollen."
Die beiden Guards sind so verblüfft, dass sie bloss mit "H??"-Gesichtern dastehen, ...
... dann aber nach ihren Sturmgewehren greifen, was Meneor mit geschlossenen Augen verfolgt.
Piri wirft Meneor einen fragenden Blick zu. Dieser flüstert: "Sie werden schiessen."
Synchron führen Meneor und Piri ihre Bet?ubungsfl?ten an den Mund ...
... und schicken die Guards schlafen.
Unauff?llig verlassen Piri und Meneor das Haus.
Wie sie auf der Strasse, Arm in Arm, weitergehen, sagt Piri: "Glaubst du nicht auch, dass sie immer gleich schiessen werden, wenn wir als verrücktes Terrorp?rchen auftreten?"
Meneor: "Ja, sie dürfen alle erschiessen, die gegen Retter Hans sind. Das habe ich in ihren K?pfen gesehen."
Meneor: "Es darf nicht so klar sein. Wenn sie verwirrt sind, bringen sie uns n?her ans Ziel."
Piri h?rt Meneor mit einem langen, nachdenklichen Blick zu.
Eine Zwei-Mann-Guard-Patrouille kommt ihnen entgegen. Piri flüstert Meneor zu: "Ich gebe dir ein Ohrfeige."
Piri stellt sich vor Meneor, sodass sie mit dem Rücken zu den Guards steht. Meneor flüstert: "Ich habe kein Hunger."
Piri unterdrückt prustend ihr Lachen und flüstert: "Das ist *prust* nichts zum Essen, sondern ein Schlag."
Piri gibt Meneor eine peitschende Ohrfeige ...
... und ruft mit gespielter Entrüstung: "H?r auf zu spinnen! Du darfst Kommandant Hart nicht t?ten!"
Guard A ruft: "Was ist hier los?"
Piri zeigt auf Meneor und sagt anklagend zu den Guards: "Dieses Verrückte will Kommandant Hart t?ten."
Meneor, auf Piri zeigend, zu den Guards: "Das ist nicht wahr. Es hat Retter Hans das Tod gewünscht, weil es unser Kind get?tet hat. Es sagt das nur, damit ihr mich erschiesst. Es will mich los sein. Es ist verrückt ..."
W?hrend Piri in gespielter Verzweiflung mit den F?usten auf Meneor ein trommelt, flüstert Guard B zu Guard A: "Die beiden geh?ren in eine Klinik."
Guard A flüstert zurück: "Für Geisteskranke gibt es keine Klinik mehr. Die werden ausgerottet, damit ihre Gene verschwinden."
Guard B zu A, unsicher: "Willst du sie etwa erschiessen?"
Guard A, unsicher: "Ich weiss nicht. Vielleicht ist das ja eine neue Verschw?rung."
Guard B, erleichtert: "Dann bringen wir sie ins Gef?ngnis. Sollen die schauen, was da abgeht."
Guard A nickt ...
... und sagt im Befehlston zu Piri und Meneor: "Mitkommen!"
Die beiden Guards führen Piri und Meneor zum Hauptgef?ngnis, wo auch Doktor Meers Labor untergebracht ist.
Minuten sp?ter sind Piri und Meneor in Meers Labor auf je einem Folterstuhl angeschnallt.
Der Kriminaltechniker, der schon die Backwaren untersucht hat, steht etwas abseits und spricht in den Kommunikator: "Kommandant Hart, hier sind zwei Gefangene, die ein Attentat auf Sie geplant haben."
Aus dem Kommunikator t?nt Harts Stimme: "Sie wissen, was zu tun ist."
Techniker, respektvoll: "Jawohl, Kommandant Hart."
Kaum ist die Verbindung unterbrochen, wird aus dem servilen Techniker ein Folterknecht, dem es offensichtlich Spass macht, sich Meneor n?hernd, zu sagen: "Der Weg vor uns gabelt sich in einen leichten und einen beschwerlichen ..."
Der Techniker steht neben Meneor und sagt mit aufgesetztem L?cheln: "Welchen Weg sollen wir w?hlen?"
Meneor gibt sich arglos: "Den leichten?"
Techniker, entt?uscht: "Och, das ging ja schnell."
Techniker, sachlich: "Warum willst du Kommandant Hart ermorden?"
Meneor weist mit dem Kopf zu Piri und gibt sich naiv: "Es hat das gesagt, damit die Guards mich erschiessen. Unser Sohn hat sich im Haus versteckt. Es wollte nicht arbeiten. Ich habe es den Guards gemeldet. Die haben es geholt und in das S?uregraben geworfen. Jetzt will es, dass ich sterbe."
Der Techniker glaubt kein Wort: "Soso, wie rührend. Und wer hat euch den Auftrag gegeben?"
Meneor schaut den Techniker an und sagt arglos: "Niemand."
Der Techniker seufzt: "Ich sehe schon, wir müssen doch den beschwerlichen Weg gehen."
Der Techniker legt um jedes Handgelenk von Meneor eine Manschette mit einem Elektrokabel, das zu einem Transformator führt.
Der Techniker dreht am Schalter des Transformators, sodass Strom durch die Kabel fliesst und Meneors K?rper zu zittern beginnt. Techniker, sachlich: "Eine kleine Dosis zum Aufw?rmen."
Der Techniker dreht den Schalter zurück und fragt Meneor mit schmerzlichem L?cheln: "Nun, wie ist es?"
Meneor, grinsend: "Sch?n warm."
Irritiert betrachtet der Techniker den Trafo, bei dem er eine Fehlfunktion vermutet ...
... und dreht den Schalter kurzerhand h?her. Meneors K?rper zittert merklich mehr.
Sobald der Schalter wieder auf null steht, sagt Meneor grinsend: "Sch?ner warm."
Voller Grimm dreht der Techniker den Schalter voll auf, sodass Meneors K?rper noch st?rker zittert und den Stuhl mit beben l?sst.
Mit grimmigem L?cheln beobachtet der Techniker Meneor, ...
... bis ein Knall aus dem Trafo ihn herumfahren l?sst.
Eine schw?rzliche Rauchwolke l?st sich aus dem Transformator, dessen Innereien durchgebrannt sind.
Wie der Techniker zu Meneor zurück schaut, sitzt der entspannt da und sagt grinsend: "Am sch?nsten warm."
Der Techniker findet zu seinem grimmigen L?cheln zurück und sagt: "Nun ja, ein kleiner Defekt soll uns nicht vom Weg abbringen."
Hart beobachtet von einem anderen Raum im Gef?ngnis über einen Monitor die Folterszene und denkt: 'Dieser Techniker ist ein kompletter Idiot.'
Der Techniker entzündet einen Bunsenbrenner, in dessen Flamme der Stempel eines Brandeisens liegt.
Der Techniker ?ffnet Meneors Kleider über der Brust und sagt mit gezwungenem L?cheln: "Dann wollen wir uns etwas frei machen. W?re doch schade um die sch?nen Kleider."
Wie Meneors Brust teilweise entbl?sst vor ihm liegt, greift der Techniker nach dem Brandeisen, ...
... dessen glühendes Ende er drohend auf Meneors Brust zu bewegt mit den Worten: "Willst du nicht vermeiden, dass dein Leben bald nur noch aus Schmerzen besteht? Wer hat den Auftrag erteilt?"
Meneor schaut den Techniker ruhig und schweigend an.
Grimmig st?sst der Techniker das glühende Eisen auf Meneors Brust, wo zischend und rauchend Fleisch verbrennt.
Das Gesicht des Technikers zeigt Fassungslosigkeit.
Erst jetzt ist Meneors breites Grinsen zu sehen, wie er sagt: "Sch?n warm."
Geschockt zieht der Techniker das Brandeisen zurück und starrt fassungslos auf dessen glühendes Ende. Meneors Stimme aus dem Off: "Wo ist Retter Hans?"
Unter Schock antwortet der Techniker mechanisch: "Kommandant Hart ist hie...", ...
... merkt erschrocken, dass er im Begriff ist, ein Geheimnis zu verraten, ...
... ruft: "Was geht es dich an?!" ...
... und rennt hinüber zur Piri, um ihr das Brandeisen aufzudrücken.
Mit einer kurzen Anspannung seiner Muskeln sprengt Meneor seine Fesseln, ...
... greift nach einem Messer ...
... und wirft es in einer fliessenden Bewegung in Richtung Techniker.
Auch Piri sprengt ihre Fesseln ...
... und packt den Arm mit dem Brandeisen, um ihn von sich wegzudrücken, wie Meneors Messer den Kopf des Technikers durchbohrt.
Noch w?hrend er zusammenbricht, zieht Piri dem Techniker das Messer aus dem Kopf.
Hart sieht auf seinem Monitor Meneor und Piri aus dem Labor fliehen und denkt schwitzend vor Angst: 'Was für ein Idiot! Jetzt habe ich diese Genmonster am Hals.'
Hart, in seinen Kommunikator, nerv?s: "Hier spricht Kommandant Hart. An alle Einheiten im Stadtgef?ngnis: Eine Frau und ein Mann sind aus dem kriminaltechnischen Labor entflohen. Sie sind sofort zu eliminieren. Keine Gefangennahme! Sofort eliminieren!"
Piri uns Meneor gelangen in einen Gang, der von Zellentüren ges?umt ist und keine M?glichkeit, sich zu verstecken bietet.
Meneor: "Wir verstecken uns."
Piri staunt: "Und wo?"
Meneor deutet auf die Zellen und sagt: "Hier sind viele Frauen. Wenn wir die Türen ?ffnen, laufen alle herum und die Guards sehen uns nicht gleich."
Meneor sagt "Sirr" zu einem Messer und will das Schloss einer Tür herauss?gen, wie ihn Piri mit den Worten zurück h?lt: "Warte, Meneor! Sie werden alle Frauen erschiessen."
Meneor dreht sich so zu Piri, dass er mit dem Rücken zum Gangende steht und sagt: "Sie werden sowieso get?tet."
Am Gangende wird die Tür aufgerissen.
Piri zieht und wirft ein Messer mit einem "Zisch, Bumm".
Das Messer rast den Gang entlang und l?sst die herein stürmenden Guards in einer Explosion sterben, w?hrend Piri sagt: "Nicht, wenn Iris' Plan auf geht. Wir dürfen die Frauen nicht opfern."
Meneors Kopf schnellt um 180 Grad herum, sodass er die Lage bei der Explosion prüfen kann. Piri sagt: "Konzentriere dich auf Hart. Wo steckt es?"
Meneor schliesst mit seinem verdrehten Kopf die Augen, um sich zu konzentrieren, ...
... und deutet dann nach oben.
Kurzerhand springt Piri, zu einem Messer "Sirr" sagend, auf Meneors Schultern, der seinen Kopf wieder zurückbewegt, ...
... und fr?st ein Loch in die Decke.
Mit einer Hand f?ngt Piri das herausgeschnittene Betonstück auf ...
... und l?sst es seitlich zu Boden fallen, wo es schwer aufschl?gt.
Die Augen knapp über dem Lochrand, sp?ht Piri das obere Stockwerk aus ...
... und federt von Meneors Schultern hoch in den leeren Gang mit weiteren Zellen.
Auch Meneor saust durch das Loch nach oben ...
... und rast, gefolgt von Piri, zielstrebig den Gang hinunter.
Kurz vor Ende des Ganges ?ffnet Meneor die Tür einer leeren Zelle ...
... und zieht die überrascht Piri in die Zelle.
Durch den Spalt der fast geschlossenen Zellentür beobachten sie, wie eine Handvoll Guards an ihnen vorbei den Gang runter rennt.
Lautlos huschen Piri und Meneor im Rücken der Guards aus der Zelle durch die ge?ffnete Gangtür ...
... und rasen das Treppenhaus hoch, ...
... welches bis zu einem Aufbau auf dem Dach führt, wo Hart eben im Begriff ist, durch die offene Seitentür eines mit drehenden Rotoren startbereiten Transporthelikopters zu steigen, w?hrend sechs Guards mit schussbereiten Gewehren das Landefeld umstehen.
Wie Meneor und Piri in dem Dachaufbau angelangt sind, schliesst Meneor die Augen, um die Situation mit seinem Feldsinn zu prüfen, ...
... und zeigt Piri sechs Finger, welche die Wachguards darstellen.
Hart setzt sich in den Transportraum ...
... und beobachtet erleichtert durch die offene Seitentür, wie sich der Helikopter vom Boden l?st.
Mit einem gewaltigen Fusstritt schleudert Piri die Tür mitten auf den Helikopterlandeplatz, sodass die Augen der Wachguards unwillkürlich der Tür folgen.
Mit einer Vorw?rtsrolle bewegt sich Piri aufs Dach, ...
... zieht beim Aufstehen Messer ...
... und wirft sie so schnell hintereinander ...
... das die K?pfe der sechs Guards fast gleichzeitig durchbohrt werden.
Meneor springt hinter Piri auf den Dachaufbau ...
... und von da zum Helikopter hoch.
Ungl?ubig sieht Hart Meneors Hand durch die offene Seitentür nach ihm greifen.
Hart wird von Meneor aus dem Heli gerissen ...
... und f?llt mit einem Schrei zurück auf den Landeplatz.
St?hnend kommt Hart auf die Knie, w?hrend Meneor federnd vor ihm landet.
Hart beobachtet, wie Meneor ein Messer zieht.
Voller Angst starrt er Meneor an.
Mit einer weit ausholenden Bewegung l?sst Meneor das Messer durch die Luft zischen, ohne es los zu lassen. Die Klinge zielt auf Harts Hals, obwohl der nicht zu sehen ist. Hart schreit aus dem Off: "Warte!!"

